Wilfried Hiller wurde 1941 in Weißenhorn / Schwaben geboren. Nach seinem Klavierstudium bei Wilhelm Heckmann am Augsburger Leopold–Mozart–Konservatorium studierte er an der Münchener Musikhochschule bei Günter Bialas (Komposition), Heinz Arnold (Opernregie), Ludwig Porth und Hanns Hölzl (Schlagzeug, Pauke) sowie Musiktheorie bei Hermann Pfrogner.
1968 gründete er die Konzert-Reihe »Musik unserer Zeit«. Im selben Jahr lernte er Carl Orff kennen, mit dem er bis zu dessen Tod 1982 eng zusammenarbeitete. Wilfried Hiller ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste, Kompositionslehrer am Münchner Richard-Strauss-Konservatorium und war von 1971 bis 2005 Musikredakteur beim Bayerischen Rundfunk.
Wilfried Hillers Werke für das Musiktheater wurden entscheidend von der Zusammenarbeit mit seiner Frau, der Schauspielerin Elisabeth Woska, beeinflusst. Von 1978 an schuf er gemeinsam mit Michael Ende eine Reihe erfolgreicher Werke wie »Die zerstreute Brillenschlange« , »Vier musikalische Fabeln«, »Der Goggolori« , »Die Jagd nach dem Scharg« , »Das Traumfresserchen« und »Der Rattenfänger«.
Nach Endes Tod 1995 arbeitete Hiller mit Herbert Asmodi (»Die Geschichte vom kleienen blauen Bergsee und dem alten Adler« und seit 1997 mit Rudolf Herfurtner zusammen. (»Die Waldkinder«, »Eduard auf dem Seil«, »Pinocchio«). Mit Felix Mitterer schrieb er für das Staatstheater Nürnberg die Lebensballade »Wolkenstein«. Neben den Bühnenwerken entstanden eine Vielzahl an kammermusikalischen Arbeiten, Solokonzerten, Chor- und Orchesterwerken. Wilfried Hiller hat zahlreiche Preise für sein Werk bekommen und ist momentan der meistgespielte lebende deutsche Bühnenkomponist.

